Aram Bartholl näht Funklocher in Handys

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Endlich kein Empfang: Der Künstler Aram Bartholl stellt kleine Taschen für Handys her, die das Gerät an der Datenweitergabe hindern. Auch mit seinen anderen Projekten macht er Eindrücke aus der digitalen Welt greifbar.

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Das Handy auszuschalten wäre doch leichter, das wird Bartholl auf sein Nähprojekt hin und wieder entgegnet. Doch genau an dieser Stelle zeigt sich, was für eine Art Künstler er ist. Er spricht dann von so genannten „Stillen SMS“. Das sind Nachrichten, die an einen Handybesitzer geschickt werden, der davon aber nichts merkt, weil die Nachricht nicht auf dem Display angezeigt wird. Der Besitzer kann durch den Empfang dieser SMS geortet werden.

Um dieser Ortung zu entgehen, müsste er den Akku aus seinem Handy entfernen. Genau das ist aber in den neueren Smartphone-Modellen oft nicht mehr möglich; darum die Tasche. „Hackern muss ich die Bedeutung nicht erklären“, sagt Bartholl, „denen zeige ich eher, wie sie einen Bindfaden in die Maschine spannen.“

Hörenswert sein Vortrag auf dem 30c3